2016 Careum Zürich, Neubau Auditorium

Neubau

Projektadresse Pestalozzistrasse 11, 8032 Zürich
Bauherrschaft Careum Stiftung, 8032 Zürich
Architektur bhend.klammer dipl. architekten eth sia, 8005 Zürich
Baumanagement B A B M, 8006 Zürich
Fachplaner Konstruktiv GmbH, 5722 Gränichen
Planungsstart Februar 2013
Baustart Februar 2015
Bauende Dezember 2016
Bausumme CHF 19'500'000.–
Sonstiges Auditorium mit Foyer und Saal für 500 Personen.
Saal unterteilbar in vier autonome Säle.

Situation
Ein Gartenhof bildet den Auftakt und heisst die Besucher willkommen. Bei schönem Wetter dient der Hof als Aussenraum zum Foyer und ermöglicht Catering unter freiem Himmel. Ein auskragendes Vordach macht den Zugang von weitem sichtbar. Der Hof ist präzise in den bestehenden Garten eingefügt und grenzt sich von diesem mit einer breiten Stützmauer und dem Vordach ab. Zur Strasse hin trennen ihn niedrige Betonmauern, welche die Besucher um die Einfahrt der Tiefgarage lenken.

Gebäude
Das unter der Erde liegende Auditorium thematisiert das Gewicht und die Masse des umschliessenden Terrains. Dies wird in den einzelnen Räumen verschieden zum Ausdruck gebracht. Im Eingangsbereich kragt das Vordach aus. Im Foyer ist die Tragstruktur linear. Hohe Über- und Unterzüge überspannen den Raum und bilden mit den Decken zusammen raumbildende Körper. Massige Betonbalken fügen sich im Saal zu einer Komposition und tragen die weit gespannte Decke. Eine grosszügige Treppe führt zum Foyer hinab. Die Erschliessung des Auditoriums wird durch eine Abfolge von hohen und niedrigen Raumteilen inszeniert. Im Foyer entstehen offene, hohe Bereiche und niedrige, geschützte Zonen. Ein zentrales Oblicht beleuchtet den Raum. Das Tageslicht wird von verschieden hohen Überzügen geleitet, es entstehen helle und dunkle Bereiche. Unter dem Projektionsraum hindurch gelangt man in den Saal. Sind die Räume unterteilt, fassen die umlaufenden Träger einem Fries ähnlich die höher liegende Holzkassettendecke. Ohne Unterteilung wird die grosse Deckenfläche in schön proportionierte Felder gegliedert. Das Kunstlicht ist in die Holzkassettendecke integriert. Im Gegensatz zum Foyer entsteht eine weiche und gleichmässige Lichtstimmung.