2014 Careum Areal Zürich, Überdachung Studierhof

 

Projektadresse Gloriastrasse 16, 8006 Zürich
Bauherrschaft Careum Stiftung, 8032 Zürich
Architektur B A B M, 8006 Zürich (GL 100%)
Fachplaner Friedli Klötzli Landschaftsarchitekten AG, 3006 Bern
Planungsstart Juni 2012
Baustart November 2013
Bauende Dezember 2014
Bausumme CHF 4'700'000.–
Sonstiges Eingliederung in bestehende Arealüberbauung
Bauarbeiten während Betrieb.
Anbau direkt an bestehende Studierlandschaft

Der bestehende Studierhof wurde zum Studiersaal umgebaut und liegt zwischen den Gebäuden Careum 1 und Pestalozzistrasse 3 / 5 auf der Ebene der bestehenden Sockelgeschosse. Zwischen Studiersaal und Pestalozzistrasse befindet sich auf der Ebene Erdgeschoss die Terrasse für die Cafeteria.

Die Standortdefinition für die Erweiterung der äusserst begehrten Studierplätze war das Ergebnis verschiedener in den letzten Jahren erfolgten Studien und Machbarkeiten. Der bestehende, nur ungenügend genutzte Studierhof zwischen den Gebäuden C1 und P3 sollte zukünftig als vollwertige Studierlandschaft analog der angrenzenden Fläche genutzt werden können. Der Gestaltung der über dem neuen Baukörper entstandenen Platzlandschaft wurde grösste Sorgfalt beigemessen - dies im Sinne der bestehenden Arealüberbauung und den damit verbundenen Anforderungen an eine städtebaulich überzeugende Gesamtlösung. Über die grossen elipsenförmigen Oblichtern werden die natürlich Lichtstimmungen in die Studierlandschaft transferiert, was die Wahrnehmung der zeitlichen Tages- und Jahresabläufe garantiert.

Die bautechnischen Randbedingungen mit den massiven Stützmauern, den angrenzenden Gebäudeteilen, sowie den umliegenden Werk- und Versorgungsleitungen haben die mögliche Raumgeometrie klar definiert. Die Höhenlage des Baukörpers wurde der bestehenden Geschossigkeit des Gebäudes C1 angepasst, damit eine sinnvolle und flexible Nutzung erfolgen kann. Die veränderte Raumsituation im Sockelgeschoss generierte erhebliche Anpassungen in Bezug auf feuerpolizeiliche Vorgaben. Nebst Anpassungen der Fluchtwegsituationen musste neu eine mechanische Rauch- und Wärmeabzugsanlage für das gesamte Sockelgeschoss eingebaut werden. Der neue Studiersaal verfügt zudem über eine autonome Lüftungs- und Klimaanlage.
Durch die Überdeckung des Studierhofes ist eine zusätzlich nutzbare Zwischenhoffläche und eine erhebliche Aufwertung des Cafeteriaaussenbereichs entstanden. In gestalterischer Anlehnung an Wohnhof und Park wurde auch hier mit ellipsenförmigen Elementen gearbeitet. Die grossen Pflanzentröge sind mit einer Holzrostabdeckung ausgestattet und können so als Sitz- und Liegeflächen genutzt werden. Die Felsenbirnen spenden Schatten und setzen im Frühjahr und im Herbst mit Blütenpracht und intensiver Herbstfärbung jahreszeitliche Akzente.