2014 Wohn- und Geschäftshaus Baden

Ersatzneubau

Projektadresse Badstrasse 36, 5400 Baden
Bauherrschaft Dosenbach - Ochsner AG, 8953 Dietikon
Architektur Schoop Architekten AG, 5400 Baden
Baumanagement B A B M, 8006 Zürich (TL 38%)
Fachplaner MWV Bauingenieure AG, 5400 Baden
Planungsstart Januar 2011
Baustart Mai 2013
Bauende Dezember 2014
Bausumme CHF 6'100'000.–
Bemerkungen Ersatzneubau im innerstädtischen Bereich.
Herausfordernde Baustellenlogistik.
Fotos René Rötheli, 5400 Baden

Das Gebäude an der Badstrasse 36, datiert aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurde um 1900 von Architekt Betschon umgebaut. Das Gebäude nördlich wird „Weiche“ genannt. Es führt die beiden Baureihen von der Badstrasse und vom Hinterweg zusammen. Das Gebäude südlich, das „Schwyzerhüsli“ bildet als pittoresker, zweigeschossiger Steildachbau den Abschluss gegen den Bahnhofplatz. Baulinien bedingen ab dem ersten Obergeschoss eine solitäre Stellung des Gebäudes an der Badstrasse 36. Bereits das heutige Haus ist mit einem Quergiebel versehen und nimmt damit eine Sonderstellung ein. Es ergibt sich zusammen mit dem Nachbarbau vis à vis eine Art Torsituation zum Bahnhofplatz.
Seit längerer Zeit wurde die Liegenschaft nur noch minimal unterhalten. Zudem behindern wesentliche strukturelle Mängel eine zeitgemässe Nutzung:

  • die Haupverkaufsfläche im Erdgeschoss ist auf zwei Ebenen verteilt.
  • das Untergeschoss ist schlecht nutzbar und für ein Ladengeschäft mangelhaft erschlossen.
  • das hölzerne Treppenhaus ist zu schmal, kann nicht als Fluchtkorridor genutzt werden und würde bei einer Sanierung von der Feuerpolizei so nicht mehr akzeptiert.
  • ohne Liftanlage kann kein zeitgemässes Ladengeschäft betriebn werden.

 

 

Der durchgehende Sockel verbindet das Erdgeschoss mit den beiden Nachbarbauten. Ab dem ersten Obergeschoss wird die isolierte Querstellung des ursprünglichen Gebäudes übernommen. Das Dachgeschoss wird als typisches Mansardendach ausgebildet. Es übernimmt in der Formensprache die angedeuteten Mansardendächer der gegenüberliegenden Bauten. Die Gebäudehöhe ist auf den Nachbarbau „Weiche“ abgestimmt. Eine leichte Differenzierung teilt das Volumen in Sockel, Hauptbau und Attika. Zwei markante Dachlukarnen sind auf die Freiräume gegen Süden und Norden orientiert. Zusammen mit zwei asymmetrisch angeordneten Erkern entsteht eine Art Windmühlengrundriss. Der Neubau enthält ein zusätzliches Untergeschoss mit Zugang von der Oelrainstrasse. Die Gestaltung der Fassaden orientiert sich an den bestehenden Bauten in unmittelbarer Umgebung an der Badstrasse. Das Haus soll einen monolythischen Ausdruck mit einer regelmässigen Lochfassade erhalten. Hochrechteckige Fenster übernehmen die Typologie der Nachbarhäuser. Im Erdgeschoss stehen grosse Schaufensterflächen im Vordergrund. Im ersten Obergeschoss sind die Öffnungen zur Gewinnung grosser Wandflächen sparsamer eingesetzt. Die körperhafte, fast bildhauerische Erscheinung des Hauses wird durch eine Fassade mit glasierten Keramikplatten und einer Dachlandschaft aus Kupferblech verstärkt.

 

Die Nutzung ist gemischt:

  • die Verkaufsflächen vom 'Schuhaus Dosenbach' erstrecken sich über drei Etagen (EG, UG1, OG1).
  • die dazugehrüigen Infrastrukturräume (Personalräume, Aufenthalt, Büro Geschäftsleiterin), sowie eine Bürofläche für Drittnutzer befinden sich im OG2.
  • im OG3 und Im DG befinden sich zwei geräumige 3 1/2 Zimmer – Wohnungen.
  • im UG2 sind Lagerräume und Technikräume angeordnet.