2012 Freestylepark Allmend Brunau, Zürich

Neubau Pavillon

Projektadresse Allmend Brunau, 8002 Zürich
Bauherrschaft Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
Architektur Streiff Architekten, 8005 Zürich
Baumanagement B A B M, 8006 Zürich (TL 78%)
Planungsstart September 2010
Baustart November 2011
Bauende November 2012
Bausumme CHF 675'000.–
Gesamtanlage Gesamtleitung Bau: Hans H. Moser AG, 8057 Zürich
Konzeption Freestyleflächen: Bowl Construction AG
Gesamtkosten CHF 3 950 000

Ausgangslage
Für Sportarten aus dem Bereich Freestyle (Skateboarden, Inlineskaten, BMX etc.) herrschten in Zürich im Vergleich zu anderen Städten unbefriedigende Verhältnisse. Zürichs Freestyle-Szene musste lange auf eine geeignete Anlage warten, nicht zuletzt auch infolge der verschiedenen Interessengruppen auf der Allmend. 2001 reichte Gemeinderat Thomas Matter eine Motion für eine Freestyle-Anlage ein - Ende 2010 lag der Bauentscheid vor. Für das Projekt waren Grün Stadt Zürich und das Amt für Hochbauten gemeinsam verantwortlich. In die Planungsprozesse wurden von Anfang an auch die Freestyle-Sportlerinnen und -Sportler miteinbezogen.
Der Planungsperimeter für die Freestyleanlage umfasst die Restflächen am Rand der Allmend zwischen den bestehenden Sport- und Fussballfeldern und der Allmendstrasse. Mit einer Gesamtfläche von 8’500 m2 - von denen 5’500 m2 auf die sportlich nutzbaren Bereiche entfallen - ist die Anlage eine der grössten in Europa. Die zur Verfügung stehenden, unterschiedlich grossen, aneinandergrenzenden Dreiecksflächen teilen die Anlage in drei Zonen.

Projektbeschrieb
Neben der Saalsporthalle liegt der Street-Bereich. Hier findet die Freestyler-Szene alles, was ihr sonst Plätze in der Innenstadt bieten: Rampen, Stufen und flache Treppen erlauben das Herunterspringen. Betonbänke, sogenannte Curbs mit metallenen Kanten, bieten sich zum Grinden oder Sliden an. Die Hindernisse sind sternförmig angeordnet, damit man einander möglichst wenig in die Quere kommt.
Der mittlere Bereich der Freestyle-Anlage dient vor allem der Erholung. Der Platz wird von einer kleinen Baumgruppe beschattet und zur Strasse hin durch einen längs gesetzten monolithischen Betonbau begrenzt. Der eingeschossige und unbeheizte Pavillon mit den Toiletten, dem Technikraum, Lagerräumen und abschliessbaren Garderobenkästen soll sich möglichst unaufgeregt in die Anlage einfügen. Mit seinem flachen Satteldach nimmt der Pavillon die eckige Formensprache der Anlage auf.

Gleich daneben führt die markant gestaltete, fahrtaugliche Brücke über einen Fussgängerweg zum Pool-Bereich. Hier drehen auch Skateboard-Profis ihre Runden und drücken gegen die Steilwandkurven, um den nötigen Schwung für die Rückkehr zur Oberkante der Pools zu holen. Diese Landschaft aus Wannen und Buckeln zu planen und zu realisieren, war äusserst anspruchsvoll. Der Spritzbeton musste in stundenlanger Handarbeit von Hilfsgerüsten aus immer feiner geschliffen werden damit die Formen und Neigungen fliessend und der Belag möglichst glatt werden und somit den Ansprüchen der Freestyler gerecht werden.