BGS, Ersatzneubauten Gossau

 

Projektadresse Ametsbergstrasse 2 - 20, 8640 Gossau
Bauherrschaft Baugenossenschaft Schönheim, 8045 Zürich
Architektur Zita Cotti Architekten AG, 8005 Zürich
Baumanagement B A B M, 8006 Zürich
Planungsstart September 2016
Projektdaten Neubau von 30 Wohnungen mit Unterniveaugarage.

Städtebau / Architektur
Ein dreigeschossiger schlanker leicht geschwungener Baukörper begleitet auf der Südseite die Strasse, während er sich auf der Nordseite durch seine Volumetrie mit dem angrenzenden Grünraum verzahnt. Die beiden Seiten werden räumlich über drei durchgängig gestaltete Treppenhäuser miteinander verbunden, die zusammen mit der leichten Höhenstaffelung den langgezogenen Baukörper rhythmisieren. Ferner sorgt die Konstruktion und Materialisierung der Fassade in Holz für eine feine Gliederung und eine dem Ort entsprechende Massstäblichkeit. Hofseitig beleben die offenen Treppen und Laubengänge die gemeinschaftlich genutzten Aussenräume.

Erschliessung
Mit den niedrigen Hecken entlang der schmalen Wohnstrasse wird die heute attraktive und wohnliche Atmosphäre weitergeführt und die Vorzonen erhalten die notwendige Privatheit. Unterbrüche im linearen Heckenkörper markieren die Zugänge, welche in die halböffentlichen Bereiche der Siedlung führen. Die Erschliessung der Wohnungen erfolgt über drei aussenliegende Treppenhäuser mit Laubengängen.

Konstruktion / Materialisierung Aufgrund der Gebäudegeometrie und der Forderung nach einer nachhaltigen Bauweise wird für das neue Gebäude ein vorgefertigter Holzelementbau geplant. Zudem bietet die Holzelementkonstruktion einen schlanken Wandaufbau mit einem sehr guten Wärmedämmwert und einer reduzierten Bauzeit. Über einem niedrigen Betonsockel, der das leicht abfallende Terrain aufnimmt, erhebt sich über drei Geschosse eine in einem leichten Farbton lasierte hinterlüftete Holzfassade. Strassenseitig ist die Holzfassade architektonisch strukturiert durch holzverschalte Bänder die sich mit vertikalen Fensterbändern abwechseln. Die aus der Fassadenebene hinaustretenden Balkone sorgen für eine Rhythmisierung des Baukörpers und stehen in einem Wechselspiel mit den zurückversetzten Podesten der Treppenhäuser. Die unterschiedliche Richtung der Holzschalung sorgt für ein Spiel zwischen den Fassadenteilen. Dadurch erhält der Baukörper eine feine Gliederung und eine dem Ort entsprechende Massstäblichkeit. Hofseitig dominieren die Laubengänge mit ihren feinen Staketengeländern und die stärker geschlossenen Stirnfassaden, welche den Baukörper und den Aussenraum gliedern. Die mit einer Lasur veredelte Holzschalung sorgt zusammen mit Holz-Metall-Fenstern in einem dunklen Farbton für eine zurückhaltende und elegante Erscheinung. Zusammen mit dem Licht- und Schattenspiel der Bäume entsteht ein schönes Zusammenspiel der Fassade mit der Vegetation.